JMO

Samstag, 23.05.2026 20:30
Burgthann, Keller, Burg 

 

Die Musik von Jan Galega Brönnimann, Moussa Cissokho und Omri Hason ist eine Hommage an die Kunst des Geschichtenerzählens. Das Trio erzeugt eine Spannung zwischen traditioneller und moderner Musik aus Afrika und Europa. Der funkelnde Klang der Kora (afrikanische Harfe mit 22 Saiten) trifft auf den warmen Ton der Bassklarinette und orientalische Perkussion.

 

„Al nge taa“ ist die erste Veröffentlichung des Trios. Der Titel bedeutet „Lasst uns gehen!“ in Mandinka, einer Sprache, die in Gambia, Mali und Senegal gesprochen wird. Die Lieder stammen aus der Feder der drei Musiker und spiegeln ihre unterschiedlichen musikalischen Hintergründe wider. „Al nge taa“ zu hören ist dank der Verschmelzung verschiedener musikalischer Traditionen, der einzigartigen Besetzung und des Reichtums an einfallsreichen Melodien und Rhythmen ein unvergessliches Erlebnis.

 

Moussa Cissokho aus Senegal ist ein außergewöhnlich talentierter und versierter Kora-Spieler, Sänger und Komponist. Geboren und aufgewachsen in der berühmten Griot-Familie, lernte er schon früh von seinem Vater das Musizieren und reiste mit ihm nach Senegal, um bei traditionellen Zeremonien mitzuwirken. Mit 13 Jahren wurde er ins Nationalballett von Senegal aufgenommen. Er tourte durch ganz Europa, Asien, Amerika und Afrika. Moussa Cissokho lebt heute in Österreich und arbeitet mit verschiedenen Musikern in Afrika und Europa zusammen.

 

Jan Galega Brönnimann wurde in Kamerun, Westafrika, geboren. Er ist seit Jahren in der Musikszene aktiv und bekannt für seine innovativen und wegweisenden Kollaborationen. Als Komponist und Instrumentalist arbeitete er unter anderem mit Nils Petter Molvaer, Sidsel Endresen, Pierre Favre, Saadet Türköz, Eddie Floyd, Round Table Knights, Baba Salah, Aly Keïta und Kenny Werner zusammen. Bekannt ist er vor allem als Frontmann seiner Band Brink Man Ship.

 

Omri Hason wurde in Israel geboren und wuchs dort auf. Mit zehn Jahren begann er zu trommeln, zunächst am Schlagzeug, später dann mit Handtrommeln wie der Zarb, der Darbuka und der Rahmentrommel. Das vielfältige multikulturelle Umfeld seiner Kindheit prägte seine ersten musikalischen Leidenschaften. Später beeinflusste ihn die rhythmische Sprache Indiens tiefgreifend, ebenso wie jahrelanges Studium beim iranischen Meistertrommler Djamchid Chemirani. Seit 1986 lebt er in der Schweiz, wo er Musik unterrichtet und mit verschiedenen Jazz- und Weltmusik-Ensembles aufnimmt und auftritt. Omri gründete die Gruppen „Kedem Ensemble“ und „Modus Quartet“, in denen Musiker verschiedener Musikrichtungen mitwirken.